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Immuntherapie
auch bei Milbenasthma erfolgreich
Hausstaubmilbenallergiker
mit leichtem bis mittelgradigem Asthma profitieren auch dann
von einer spezifischen Immuntherapie (SIT), wenn sie bereits
optimal medikamentös eingestellt sind. Dies hat eine doppelblinde,
plazebokontrollierte Studie mit Asthmapatienten gezeigt, die
kürzlich von H. Wang und Mitarbeitern am Queen Mary Hospital
in Hongkong abgeschlossen wurde.1 An der Studie nahmen
129 Patienten im Alter von sechs bis 45 Jahren über zwölf Monate
teil. Die Studienteilnehmer inhalierten in gleichbleibender
Dosis Glukokortikoide und setzten zusätzlich bei Bedarf Symptomatikamedikamente
ein. Sie wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Die erste Gruppe
erhielt Symptomatika und Plazebo und die zweite Gruppe erhielt
Symptomatika und eine SIT mit ALK-depot
SQ Der. pter. In den ersten vier Wochen reduzierten sich
die Asthmasymptome signifikant in beiden Gruppen durch die leitliniengerechte
Behandlung mit Symptomatika. Im weiteren Verlauf zeigte sich
schon vier Wochen nach Aufdosierung bei den immuntherapierten
Patienten ein signifikanter Add-On-Effekt der SIT gegenüber
Plazebo. Der Asthmasymptomscore und der Medikamentenscore nahmen
in dieser Gruppe signifikant ab. Zudem verringerte sich in der
ALK-depot SQ Gruppe die Hautreagibilität auf Hausstaubmilben
signifikant. Diese Patienten beurteilten außerdem die Gesamtsymptomatik
sowie Häufigkeit und Schwere der Asthma-Exazerbationen besser.
Hausstaubmilben
sind mit 38,3 Prozent nach Pollen (85,9 Prozent) die zweithäufigsten
Auslöser allergischer Atemwegserkrankungen in Deutschland.2
Wird eine allergische Rhinitis nicht behandelt, droht der so
genannte Etagenwechsel, eine Ausweitung der Beschwerden von
den oberen auf die unteren Atemwege; Asthma bronchiale ist die
Folge. Das Asthmarisiko ist bei Patienten mit einer allergischen
Rhinitis 3,2-mal höher als in der Normalbevölkerung.3
Hausstaubmilbenallergiker,
die jetzt oder spätestens nach den Sommerferien mit einer
SIT beginnen, können schon im Herbst, wenn die Belastung mit
Milbenallergenen am größten ist, davon profitieren.
1.
Wang H, Lin X, Zhang C, Sun B, Zheng J, Chen P, Sheng
J, Wu A., Zhong N. Doppelblinde placebokontrollierte Studie
zur Immuntherapie gegen Hausstaubmilben bei Asthmapatienten
in China. Allergy 2006: 61, 191-197
2.
Bergmann KC, Albrecht G, Fischer P. Atemwegsallergiker
in Deutschland. Ergebnisse
der Studie Allergy – Living & Learning. Allergologie
2002; 3: 137-146
3.
Pariente PD, LePen C, Los F, Bousquet J. Quality-of-life
outcomes and the use of antihistamines in a French national
population-based sample of patients with perennial rhinitis.
Pharmacoeconomics 1997; 12: 585-95
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