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Pollenfreie
Zeit für spezifische Immuntherapie nutzen
Heuschnupfen
im Herbst zu Leibe rücken
Rechtzeitig
zum Allergologen
Die
spezifische Immuntherapie ist die einzige Behandlung gegen Heuschnupfen,
die kausal in das Krankheitsgeschehen eingreift und die Erkrankung
langfristig bessern sowie einem Asthma vorbeugen kann. Es ist
durch wissenschaftliche Untersuchungen gesichert, dass eine
solche Behandlung die Entstehung oder Verschlechterung allergischer
Symptome verhindert. 2002 wurde Rahmen der so genannten PAT-Studie
(Preventive Allergy Treatment) über mehrere Jahre der Krankheitsverlauf
von 205 Kindern mit einer Allergie auf Gräser- oder Birkenpollen
untersucht. Bereits nach drei Jahren war das Asthmarisiko der
mit einer Immuntherapie behandelten Kinder deutlich reduziert
im Vergleich zu den Kindern, die nur symptomlindernde Medikamente
erhalten hatten. Bei jedem zweiten Kind konnte mit der Therapie
die Ausweitung der Erkrankung zum Asthma verhindert werden.
Bei Kindern, die zu Beginn der Untersuchung bereits unter leichtem
Asthma litten, traten nach der Immuntherapie deutlich weniger
Symptome während der Pollensaison auf.2,3 Allergologe Dr. Josef
Wenning: „Die Immuntherapie muss in einem frühen Krankheitsstadium
begonnen und konsequent über mehrere Jahre durchgeführt werden,
dann wirkt sie langfristig. Eine Besserung der Symptome ist
schon im ersten Jahr nach Behandlungsbeginn deutlich spürbar.“
Empfohlen
wird die spezifische Immuntherapie schon bei Kindern ab fünf
Jahren. Gerade in diesem Alter sind die Allergieraten bei Kindern
alarmierend hoch. „Kinder, die im Alter von sechs bis
acht Jahren spezifisch immuntherapiert wurden, leiden deutlich
seltener unter Neusensibilisierungen. Es kann also verhindert
werden, dass die Anzahl der Auslöser, die zu Beschwerden führen,
immer mehr zunimmt“, sagt der Kinderarzt und Allergologe
Dr. Ernst Rietschel, Vorsitzender der Gesellschaft für Pädiatrische
Allergologie und Umweltmedizin (GPA). Er empfiehlt eine Immuntherapie
bei Kindern mit Heuschnupfen bereits, wenn sie milde bis moderate
Krankheitszeichen haben. Die Erfolgsraten der spezifischen Immuntherapie
liegen bei über 90 Prozent, wenn molekular standardisierte Allergen-Präparate
verwendet werden.
1.
DAAU,
ÄDA, DGAKI, GPA: Allergien – Volkskrankheiten des 21.
Jahrhunderts. Ein berufspolitisches Spitzengespräch über Probleme
der Patientenversorgung. MasterMedia 2005, Hamburg.
2.
Jacobsen,
L. et al.: Prevention of asthma by specific immunotherapy (the
PAT-Study). Five year follow up. Allergy 53(Suppl.):168,
1998
3.
Moeller,
C. et al.: Pollen immunotherapy reduces the developement of
asthma in children with seasonal rhinoconjuncitivis (the PAT-Study).
J Allergy Clin
Immunol 109:251-6, 2002
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