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Quelle:
Allergy 57, 2002,
357
Katzenhaarallergien
sind nicht einfach zu bekämpfen, da die auslösenden Allergene
überall zu finden sind
Von
Dr. med. Jochen Kubitschek
Seit vielen Jahren ist bekannt,
dass Katzenhaarallergene selbst an den entlegendsten Flecken
dieser Erde gefunden wurden – an Stellen wie der Antarktis
beispielsweise, wo mit großer Wahrscheinlichkeit noch nie
eine Katze war.
So medienwirksam diese Funde auch
sein mögen – die praktische Bedeutung für Katzenhaarallergiker
ist eher gering. Für deren deutschen Alltag ist es viel bedeutsamer,
dass Katzenhaarallergene auch in öffentlichen Gebäuden, Nahverkehrsmitteln,
Kindergärten und Schulen gefunden werden. Hier ist ein Kontakt
empfindlicher Menschen – Kindern und Erwachsenen gleichermaßen
– zu den Katzenhaarallergenen sehr viel wahrscheinlicher.

Erste entsprechende Studien wurden
bereits vor Jahren in Skandinavien durchgeführt. Offen blieb
dabei die Frage, ob die Konzentration der nachgewiesenen Katzenhaarallergene
tatsächlich ausreicht, um bei sensiblen Menschen eine Allergie
auszulösen, oder ob doch hierfür der persönliche Kontakt zu
Katzen erforderlich ist.
Dieser praktisch so wichtigen
Frage ging nun eine in Deutschland durchgeführte epidemiologische
Studie nach.
Eine Wissenschaftlergruppe um
Dr. Joachim Heinrich vom GSF-Forschungszentrum für Umwelt
und Gesundheit, Neuherberg, hat die Daten einer Untersuchung
mit mehr als 2200 Kindern zwischen fünf und 14 Jahren analysiert.
Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachblatt Allergy 57, 2002,
357 veröffentlicht.
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