|
Frühblüher
machen Heuschnupfenpatienten jetzt das Leben schwer!
Es ist wieder soweit für Allergiker hat die Zeit der häufigeren
Arztbesuche bereits begonnen. Die Pollen der Frühblüher verursachen
jetzt Heuschnupfen, unter dem in den letzten zehn Jahren immer
mehr Menschen leiden, ist die häufigste der allergisch bedingten
Erkrankungen, mehr als jeder Zehnte soll darunter leiden.
Die Krankheitszeichen verlaufen unterschiedlich, doch in den meisten
Fällen kennen die Betroffenen sie nur zu gut: Augentränen, Augenjucken,
Niesreiz, Niesanfälle, Fließschnupfen, verstopfte Nase, Kopfschmerzen,
Schlafstörungen, Benommenheit, Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
Der Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern und Gräsern enthält Befruchtungszellen,
sogenannten Pollen, die bei Berührung mit menschlichen Schleimhäuten
allergische Reaktionen auslösen. Die frühblühenden Bäume, z.B.
Haselnuß und Erle, geben ihre Pollen bereits ab Ende Januar ab.
Hauptblütezeit ist für sie der Februar. Pollen werden hauptsächlich
an warmen und trockenen Tagen und insbesondere am Morgen zwischen
3 und 5 Uhr freigesetzt. Sie sind so leicht, daß sie vom Wind
einige tausend Meter hoch, aber auch hunderte von Kilometern weit
getragen werden können. Das erklärt, warum auch in städtischen
Gegenden, in denen wenig bis kaum Baumbestand existiert, mit allergischen
Reaktionen durch Pollenflug gerechnet werden muss.
Die beschriebenen Beschwerden verursachen eine deutliche Einschränkung
des Wohnbefindens. Fest steht aber: Es besteht hinreichend Grund,
die Erkrankung, die alles andere als eine Bagatellerkrankung mit
einem "bisschen Schnupfen" ist, ernst zu nehmen. Um
eine Verschlimmerung oder sogar ein allergisches Asthma zu verhindern,
muss der Heuschnupfen konsequent therapiert werden. Bei leichten
Erkrankungen sind lokal wirkende Medikamente in Form von Nasen-
und Augentropfen geeignet, die in das allergische Geschehen eingreifen.
Als Therapie der Wahl gelten Antihistaminika, die die Wirkung
des Histamins aus den Mastzellen durch Blockade seiner Rezeptoren
verhindern. Die Medikamente, die dafür heute zur Verfügung stehen,
machen im Gegensatz zu früher nicht mehr müde, wirken auch
antientzündlich und mindern nicht die Leistungsfähigkeit.
Die Maßnahme, die von Ärzten aber immer an erster Stelle empfohlen
wird, ist die Allergenvermeidung oder - karenz. Es ist zwar die
sinnvollste, weil ursächliche "Therapie", aber auch
die am schwersten durchzuführende Maßnahme. Denn: Wer kann sich
schon, damit er den Pollen entkommt, zu Hause bei geschlossenen
Fenstern "verbarrikadieren". Dennoch gibt es eine Reihe
von Tips, die im Gesamtbild der Therapie durchaus etwas verbessern
und in gewissen Bereich eine Hilfe sein können.
| Tips
für den Pollenallergiker: |
| 1. |
Es
ist auf jeden Fall sinnvoll, die regionale Pollenflugvorhersagen,
des Deutschen Polleninformationsdienstes in den Medien (auch
im Internet) zu verfolgen. Sein "persönliches"
Allergen sollte man dann nach Möglichkeit meiden. |
| 2. |
Sportliche
Bestätigung oder gar Hochleistungssport im Freien ist für
Frühblüher-Allergiker ohne Therapie jetzt nicht zu empfehlen. |
| 3. |
Fenster
des Autos geschlossen halten. Verschiedene Hersteller bieten
Spezialfilter an, damit die Pollen draußen bleiben. |
| 4. |
Waschen
Sie abends die Haare, denn die Pollen verfangen sich darin. |
| 5. |
Ausgedehnte
Sparziergänge sind gesund. Machen Sie solche aber bevorzugt
nach dem Regen. Dann ist die Luft am wenigsten allergenbelastet. |
| 6. |
Halten
Sie das Gras vor und um das Haus möglichst kurz, mähen Sie
es aber nicht selbst. |
| 7. |
Von
Mitternacht bis Sonnenaufgang ist die Zeit des stärksten
Pollenflugs, daher in dieser Zeit die Fenster schließen! |
| 8. |
Täglich
die Kleider wechseln und die getragenen Kleider nicht mit
ins Schlafzimmer nehmen! |
| 9. |
Oft
die Hände waschen, insbesondere nach Aufenhalten im Freien! |
| 10. |
Nicht
die juckenden Augen reiben. An den Händen können Pollen
kleben. Lieber die Augen mit kaltem Wasser spülen! |
| 11. |
Schützen
Sie die Augen vor eindringenden Pollen, indem Sie eine Brille
(evtl. mit Fensterglas) tragen! |
|