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Bei Katzenallergie kann nur die spezifische 
Immuntherapie (SIT) helfen

 von Dr. med. Jochen Kubitschek

 

Theoretisch ist die Sache klar: sobald eine Katzenhaarallergie vom Arzt festgestellt wird, verlangt dieser “Schaffen Sie die Katze ab!”.  Doch in der Praxis haben viele Betroffene längst bemerkt, dass selbst die widerwillig durchgeführte Trennung von dem geliebten Haustier keinerlei Auswirkungen auf den Schweregrad der Allergie hatte. Wie kommt das? Die Antwort ist einfach. Die Katzenhaarallergene sind so klein und leicht, dass sie mit der Schwebeluft überall hin getragen werden – auch an Orte an denen nie eine Katze gelebt hat.  Selbst der gründlichste Hausputz kann daher die einmal vorhandenen Katzenallergene nicht beseitigen – ganz im Gegenteil. Eine Studie hat bereits 1990 gezeigt, dass Staubsaugen die Allergenkonzentration sogar erhöht. 

Als kürzlich eine in der renommierten Fachzeitung The Lancet veröffentlichte Studie sogar über hohe Katzenallergenkonzentrationen in der Antarktis berichtete, war auch dem kritischstem Experten klar:  den Katzenallergenen kann ein Allergiker an keinem Ort dieser Welt mehr ausweichen.

Daher fordern Experten wie Professor G. Schultze-Werninghaus und Professor J. Ring ein radikales Umdenken bei der Behandlung der Katzenallergie. Bisher – so die Allergologen – wurde der praktische Wert der Allergenvermeidung über- und der Wert der spezifischen Immuntherapie (SIT/Hyposensibilisierung) unterschätzt .

Professor Stanley Coren von der Universität von British Columbia, Vancouver, Kanada, hatte in einer Studie beispielsweise festgestellt, dass nur jeder fünfte Allergiker tatsächlich bereit war, seine Katze abzuschaffen. Die meisten nahmen sogar eine neue Katze auf, sobald  das geliebte Tier verstorben war. Der allergische Schnupfen  wird demnach dem Haus­tier zu Liebe selbst über Jahrzehnte ertragen. Die Gefahr eines allergischen Asthmas wird dabei einfach ignoriert.

Doch nicht nur die Liebe zum Tier macht den Allergologen einen Strich durch die Rechnung. Der Allergieexperte Professor Dr. Ulrich Wahn, Berlin, erinnerte auf einer Fachtagung daran, dass in etwa fünf Prozent der deutschen Haushalte hohe Katzenallergenbelastungen gefunden wurden, ohne dass dort Katzen leben. Die Allergologin Dr. Astrid Hoppe, Bad Lippspringe,  ergänzte, dass in Deutschland in immerhin 30% aller Haushalte Hunde und Katzen leben. Allein die Zahl der Katzen wird auf mindestens 5,6 Millionen geschätzt. Die Expertin hob hervor, dass 57% der gefundenen Katzenallergiker nie eine eigene Katze besessen haben.  

Mehrere skandinavische Studien haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Katzenallergene immer auch dort gefunden werden, wo es keine Katzen gibt: So konnten hohe Allergenkonzentrationen beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln,  Schulen aber auch in Wohnungen gefunden werden, in denen es keine Katze gab.

Wenn die Allergiker nicht bereit sind ihr Tier abzuschaffen, dann können vom Arzt nur Maßnahmen empfohlen werden, die zumindest die Allergenbelastung vermindern. So rät der Allergieexperte Dr. Rüdiger Sauer, Ulm,  den allergischen Tierfreunden beispielsweise, die Hauskatze einmal wöchentlich gründlich zu shampoonieren und abzuduschen. Auf diese Weise werden zumindest die im Haartalg der Katze befindlichen Allergene entfernt - in der Restwohnung bleiben sie dagegen liegen.

In den vergangenen Jahren konnten mehrere wissenschaftliche Studien zeigen, dass die bei Pollen-, Hausstaubmilben- und Insektengift­allergikern bewährte Spezifische Immuntherapie (SIT) auch bei Katzenallergien hilft.

Nach einem dreijährigen Ein­satz von ALK-Depot SQ Katzenallergenen kam es beispielsweise in einer in Dänemark und Schweden durchgeführten Studie bei einem Belastungstest in 94% der Fälle zu einer deutlichen Abnahme der Allergenempfindlichkeit. Und bereits nach einem Jahr war auch die Empfindlichkeit im Allergiehauttest vermindert.  Bei einer persönlichen Befragung gaben die meisten Katzenallergiker an, dass sie sich nach der Immuntherapie auch subjektiv deutlich besser  fühlten.

Daher – so Schultze-Werninghaus und Ring – müssen die Allergologen nun ihre Behandlungskonzepte kritisch überprüfen. Bisher wurde  die spezifische Immuntherapie eher selten empfohlen: “Damit wird aber möglicherweise auf eine wichtige Behandlungsmöglichkeit verzichtet, die als einzige zu einer Verminderung der Reaktionsbereitschaft von Katzenallergikern bei Katzenallergenkontakt führen könnte”, mahnten die bekannten Allergologen. 

 

 

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Wenn die herkömmlichen Behandlungsmethoden bei Krebs und Autoimmunerkrankungen nicht (mehr) wirken, gibt es eine  Alternative: die spezifische Immuntherapie bei Krebs mit Zytokinen aus Eigenblut. Diese Eigenblutzytokine werden vom
Dr. Klehr Institut für Immunologie und Zellbiologie
zu einem therapeutischen Substrat verarbeitet. 
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Weitere Informationen zu dieser alternativen Therapiemethode finden Sie hier
(Wikipedia Kritik)  und hier